Über Verhaltenstherapie

Aristoteles

Denn die Dinge, die wir erst lernen müssen, bevor wir sie tun, lernen wir beim Tun.

Geschichtliche Entwicklung

Schon in den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts legte Pawlow den Grundstein zur Verhaltenstherapie mit seinen Hunde-Versuchen zur Klassischen Konditionierung. Ein bewegungsunfähig gemachter Hund bekam Futter gleichzeitig mit einem Glockenton präsentiert. Im Laufe der Zeit reagierte der Hund allein auf den Glockenton mit erhöhter Magensäureproduktion.

In den 50igern machte Skinner seine Tauben-Versuche zur „operanten Konditionierung“. Tauben lernten skurrile Tänze auszuführen, um mit Futter belohnt zu werden.

Ein wichtiger Ansatz zur Behandlung von Phobien, die systematische Desensibilisierung, wurde von Wolpe in den 50iger Jahren entwickelt. Patienten wurden in Entspannung den angstauslösenden Reizen ausgesetzt und verlernten dadurch ihre Angst.

Seither hat sich die Verhaltenstherapie immer weiter entwickelt und dabei viele Erkenntnisse von Nachbarwissenschaften genutzt. Es entstanden Konzepte zur Stressbewältigung und zahlreiche symptomspezifische Behandlungsstrategien. Dabei wurden zunehmend auch die gedanklichen Vorgänge im Behandlungskonzept berücksichtigt, wie negative automatische Gedanken, schädigende starre Überzeugungen oder systematische Denkfehler.